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Abstillen und Umstellung auf Mischkost

Den eigenen Rhythmus für Sie und Ihr Baby finden

Der Übergang von der Brust zum Schoppen wird oftmals als kritische Phase für Baby und Mutter betrachtet. Damit alles gut klappt, braucht es jedoch lediglich viel Liebe und etwas Organisation.

Das Abstillen sollte ganz allmählich erfolgen und zwar in dem Rhythmus, der Ihnen und Ihrem Baby am besten entspricht. Ideal ist es, alle zwei, drei Tage eine Stillmahlzeit durch einen Schoppen zu ersetzen. Wenn Sie die Möglichkeit haben, bereiten Sie den allerersten Schoppen mit Ihrer Milch zu, damit dieser Übergang leichter wird.

Von der Brust zum Schoppen: Ein sanfter Übergang

Der Gedanke daran, mit dem Stillen aufzuhören, macht Sie ein wenig traurig? Keine Sorge: Ihr Baby und Sie werden diesen Augenblick nach dem eigenen Rhythmus leben.

Es gelassen angehen

Sie stillen Ihr Baby seit seiner Geburt und haben eine sehr starke Bindung zueinander aufgebaut. Daher ist es ganz normal, dass Ihnen der Übergang von der Brust zum Schoppen etwas Kummer bereitet. Ein paar Tipps können in dieser Phase hilfreich sein.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Ab der Geburt und bis zum 6. Monat ist Ihre Milch das einzige unentbehrliche Nahrungsmittel für Ihr Baby. Nestlé empfiehlt, so lange wie möglich zu stillen, damit Ihr Baby von allen Vorzügen Ihrer Milch profitieren kann. Nach dem 6. Monat kann die Einführung der Mischkost beginnen. Der Anteil der Milch an der Ernährung des Babys nimmt ab und stattdessen werden schrittweise neue Nahrungsmittel eingeführt.

Am wichtigsten ist es, auf Ihre eigenen Gefühle zu hören. Sie entscheiden selbst, wann der Zeitpunkt gekommen ist, mit dem Stillen aufzuhören. Bitten Sie Fachleute um Rat, um Sie bei dieser Entscheidung zu begleiten: Ihren Kinderarzt, eine Säuglingsschwester, eine Hebamme oder Stillberaterin ...

Oftmals wird das Abstillen mit dem Wiedereinstieg ins Berufsleben in Verbindung gebracht. Aber das muss nicht sein. Sie können, wenn Sie es wünschen, Stillen und Arbeiten durchaus miteinander in Einklang bringen.

Sie werden merken, wenn Sie und Ihr kleiner Liebling bereit für diesen Schritt sind. Falls Ihr Baby zu Beginn des Stillens den Kopf weg dreht oder an Ihrer Brustwarze knabbert, ist das in jedem Fall ein eindeutiges Zeichen!

Der richtige Rhythmus

Das Abstillen erfolgt ganz sanft nach Ihrem Rhythmus und dem Ihres Babys. Idealerweise beginnen Sie damit, alle zwei oder drei Tage eine Stillmahlzeit durch einen Schoppen zu ersetzen. Wählen Sie die Tageszeit, zu der Sie am wenigsten Milch haben: Zum Ende des Nachmittags und anschliessend vormittags. Das morgendliche Stillen wird als letztes ersetzt.

Alle Babys reagieren unterschiedlich auf den ersten Schoppen. Manche sind neugierig, andere zögern ein wenig mehr. Ihr Baby zeigt sich erstaunt und gibt Ihnen zu verstehen, dass es Ihre Brust bevorzugt? Haben Sie Geduld: Diese Übergangsphase dauert in der Regel zwei Wochen. Und Sie haben immer die Möglichkeit, den Rhythmus gegebenenfalls zu verlangsamen, oder sogar wieder einen Schritt zurückzugehen.

Die Auswahl der Säuglingsmilch treffen Sie in Abstimmung mit Ihrem Kinderarzt. Zögern Sie nicht, ihn um Rat zu bitten. Er wird Ihnen sagen, welche Dosierung und welche Milchnahrung am besten zu Ihrem Baby passen – insbesondere dann, wenn es an Verdauungsbeschwerden leidet.

Tipps für einen gelungenen Übergang

  • Bereiten Sie den ersten Schoppen mit Ihrer eigenen Milch zu. So verwirren Sie Ihr Baby nicht allzu sehr.
  • Drängen Sie es nicht, den ganzen Schoppen auszutrinken. Sie können die Menge schrittweise steigern.
  • Falls Sie stillen und mit dem Schoppen zufüttern, bieten Sie ihm immer zuerst die Brust an, bevor Sie zum Schoppen übergehen.
  • Drücken Sie Ihrem Baby den Schoppensauger nicht in den Mund, falls es sich etwas dagegen sträubt. Das ist ganz normal, der Schoppen ist schliesslich etwas völlig Neues. Haben Sie Geduld, Sie können es später erneut versuchen.
  • Probieren Sie es gegebenenfalls mit verschiedenen Schoppensaugern, um den zu finden, den Ihr Baby am liebsten mag. Oder wählen Sie einen physiologisch geformten Sauger, dessen Form an die Ihrer Brustwarze erinnert.
  • Und zu guter Letzt: Zeit für Streicheleinheiten und sanfte Worte. Es gibt nichts Besseres als Ihre Wärme, um Ihr Kind zu beruhigen.

Der Schoppen: Ein neues Ritual

Da die Muttermilch ideal für Ihr Kind ist, wird empfohlen, so lange wie möglich zu stillen. Der Übergang von der Brust zum Schoppen verändert zwar Ihre täglichen Gewohnheiten, ist aber auch Gelegenheit, eine neue Form der Vertrautheit zwischen Ihnen und Ihrem Baby zu entwickeln.

Die Zubereitung des Schoppens

Die Zubereitung des Schoppens für Ihr Baby ist zwar nicht kompliziert, erfordert allerdings ein paar Vorsichtsmassnahmen, die schnell zu Reflexen werden.

Hygiene ist grundlegend. Der erste Reflex, den Sie sich angewöhnen müssen: Waschen Sie sich die Hände gründlich mit Wasser und Seife. Dann folgt die Sterilisierung des Schoppens, des Saugers und des Rings: Tauchen Sie diese nach der Reinigung 5 Minuten lang in kochendes Wasser.

Der Schoppen wird direkt vor der Mahlzeit vorbereitet. Halten Sie sich zum Wohle Ihres Babys immer genau an die Zubereitungs- und Aufbewahrungsanweisungen des Herstellers Ihrer Säuglingsmilch.

Prüfen Sie immer die Temperatur der Milch, bevor Sie Ihrem Baby den Schoppen geben: Es könnte sich verbrennen. Geben Sie hierzu einen Tropfen auf die Innenseite Ihres Handgelenks. Dieser Bereich ist besonders empfindlich.

Den Schoppen geben

Wenn Sie bereit Sind, Ihrem Baby den Schoppen zu geben, machen Sie es sich beide an einem ruhigen Ort bequem. Die richtige Position für Ihr Baby: Halb ausgestreckt und in Ihre Armbeuge geschmiegt. Für noch mehr Komfort können Sie ein Kissen verwenden (Kopf- oder Stillkissen), damit das Baby bequem und richtig liegt.

Halten Sie den Schoppen leicht geneigt, damit sich im Sauger keine Luft ansammelt. Falls sich Luftblasen im Schoppen befinden, drehen Sie den Ring leicht auf.

Respektieren Sie den Rhythmus des Babys, wenn es zu saugen beginnt. Manche Babys legen während des Saugens gern eine kleine Pause und ein „Görpsli“ ein, andere nicht. Achten Sie auf seinen Gesichtsausdruck. Antworten Sie ihm mit kleinen Streicheleinheiten und beruhigenden Worten.

Das Baby hat genug getrunken

Hat Ihr Baby genug, wird es Ihnen das zu verstehen geben. Zwingen Sie es nicht, auszutrinken. Legen Sie den Schoppen weg und richten Sie das Baby auf: Legen Sie es gegen Ihren Körper, sodass sich sein Kopf leicht über Ihrer Schulter befindet. Streichen Sie ihm sanft über den Rücken, um ihm beim Aufstossen zu helfen: So kann es die verschluckte Luft wieder ausstossen. Es hat sein „Görpsli“ nicht gemacht? Keine Sorge, das ist nicht schlimm: Achten Sie einfach darauf, dass es sich in den nächsten zehn Minuten in einer vertikalen Position befindet, bevor Sie es wieder hinlegen.

DIE FAMILIE EINBEZIEHEN

Sie sind nicht mehr unbedingt die Einzige, die es füttert. Die ganze Familie und auch Personen von ausserhalb können sich jetzt beteiligen: Der Papa, der grosse Bruder oder die grosse Schwester, die Grosseltern, das Kindermädchen ...

Wie die Umstellung auf Mischkost gelingt

Ab dem 6. Monat wird Milch alleine den Bedürfnissen Ihres Babys nicht mehr gerecht. Ihr Anteil an seiner Ernährung geht schrittweise zurück und die ersten festen Nahrungsmittel werden nun eingeführt. Hier 7 Tipps für eine gelungene Umstellung auf Mischkost:

1. Gehen Sie schrittweise vor

Um zu entscheiden, ob Ihr Baby für die Einführung fester Nahrungsmittel bereit ist, sollten Sie als erstes seinen allgemeinen Entwicklungsstand beobachten. Kann es schon mit Hilfe sitzen? Das Köpfchen drehen, um zu zeigen, dass es fertig ist? Diese Zeichen können Ihnen helfen zu entscheiden, ob es für die Einführung der Mischkost bereit ist.

Um die neuen Ernährungsbedürfnisse des Babys abzudecken, können Sie beginnen, ihm schrittweise Zerealien, dann Gemüsepüree aus Karotten, grünen Bohnen, Spinat, Zucchetti, Lauchweiss usw. sowie Apfel-, Birnen-, Bananen- oder Aprikosenkompott zu geben.

Mit den anderen Nahrungsmitteln müssen Sie noch etwas warten, um keine allergischen Reaktionen auszulösen. Dies gilt beispielsweise für rote Früchte (erst ab 8 Monaten) oder exotische Früchte (ab 12 Monaten).

Zwischen dem 7. und 9. Monat können Sie auch tierische Eiweisse in seine kleinen Mahlzeiten integrieren. Auf dem Speiseplan stehen: Ein Löffel Fleisch (Poulet, Pute, Kalb, Schinken, ...), Fisch (Kabeljau, Dorsch, Hecht, ...) oder Ei (nur Eigelb).

Ab 1 Jahr isst Ihr Baby mehr oder weniger alles. Nun kann es Hülsenfrüchte, exotische Früchte (Ananas, Kiwi, Mango, ...) und Schokolade essen.

2. Führen Sie jeweils nur ein neues Lebensmittel ein

Um eine eventuelle Allergie zu entdecken, ist es wichtig, Ihrem Baby immer nur jeweils ein neues Lebensmittel anzubieten und drei Tage zu warten, bevor es das nächste kosten darf. Dies entspricht der Reaktionszeit des Organismus. Beispielsweise gibt es am Montag das erste Karottenpüree und am Donnerstag Spinatpüree.

3. Passen Sie die Mengen an

Ihr Baby beginnt, alles zu essen, aber in kleinen Mengen. Die Kapazitäten seines kleinen Magens sind noch begrenzt und daher bringt es nichts, ihm grössere Mengen aufzuzwingen. Lassen Sie es am Anfang einen einzigen Löffel Kompott probieren: Das reicht schon.

Das gleiche Prinzip gilt für Fleisch. Einem 7-9 Monate alten Baby genügt ein Teelöffel mit sorgfältig püriertem Fleisch oder Fisch. Steigern Sie die Mengen anschliessend schrittweise: Rechnen Sie im 12. Monat mit circa 20 g pro Tag.

4. Variieren Sie die Texturen

Bieten Sie Ihrem Baby zu Beginn der Umstellung auf Mischkost ausschliesslich glatte, pürierte oder passierte Texturen an. Diese ermöglichen es ihm, seinen Kauapparat zu entwickeln. Anschliessend, wenn es die ersten Zähnchen bekommt, kann es zur langsamen Vorbereitung auf feste Nahrung auch andere Konsistenzen probieren. Ab 7 Monaten können Sie langsam damit beginnen, mit der Gabel zerdrückte Lebensmittel zu füttern. Ab 8 – 10 Monaten können Sie den Pürees kleine zartschmelzende Stückchen zufügen.

Denken Sie ausserdem daran, die Präsentation der Speisen zu variieren. So bereiten Sie Ihrem Baby mit jedem neuen Gericht eine echte Überraschung und regen seinen Appetit an.

5. Verwenden Sie einen geeigneten Löffel

Das Zahnfleisch Ihres Babys ist sehr empfindlich. Daher müssen Sie es mit einem weichen und an die Grösse seines Mundes angepassten Löffel füttern. Meiden Sie unbedingt Teelöffel aus Edelstahl. Es könnte sich daran verletzen. Und falls sich Ihr Baby weigert, vom Löffel zu essen: Seien Sie geduldig und versuchen Sie es später wieder.

6. Vermeiden Sie die Zugabe von Salz oder Zucker

Sie brauchen die Gerichte Ihres Babys nicht zu salzen. Bieten Sie Ihrem Baby keine gezuckerten Getränke an und zuckern Sie selbstgemachte Fruchtkompotts nicht.

7. Hören Sie auf Ihr Baby

Zwingen Sie Ihr Baby nicht zum Essen und respektieren Sie seinen Appetit. Ihr Baby will das Gemüsepüree, das Sie ihm gekocht haben, heute einfach nicht essen? Dann versuchen Sie es morgen wieder! Und wenn Sie Fragen haben, zögern Sie nicht, Ihren Kinderarzt um Rat zu bitten.

Verweigern bestimmter Nahrungsmittel

Ihr Baby entdeckt eine ganz neue Welt verschiedener Geschmackserlebnisse und Texturen. Daher ist es ganz normal, dass es mitunter bestimmte Lebensmittel ablehnt. Aber mit etwas Geduld können Sie diese Phase problemlos meistern.

Ab 1 Jahr: Ihr Kind will sich behaupten

Grimassen, ein geschlossener Mund, Teller, die auf dem Boden landen: Ihr Baby weiss genau, wie es Ihnen mitteilen kann, dass es sein Spinatpüree nicht mag. Keine Sorge: Das bedeutet nicht, dass es schwierig ist. Es bedeutet einfach nur, dass es lernt, sich zu behaupten. Jetzt versteht es, dass es Entscheidungen treffen kann (schmeckt mir/schmeckt mir nicht). Dies ist der Beginn der berühmten „Nein“-Phase. Diese Verweigerungen drücken vielmehr den Wunsch nach Eigenständigkeit als eine Essensverweigerung aus.

Bleiben Sie hartnäckig, bieten Sie ihm ein Nahrungsmittel mindestens achtmal an, bevor Sie zu dem Schluss kommen, dass es Ihrem Kind wirklich nicht schmeckt. Alle Speisen, die es abgelehnt hat, können Sie ihm einige Tage später, zusammen mit einer Kost, die es gern isst, erneut anbieten.

Ab 2 Jahren: Neues wird oft erst abgelehnt

Im Alter von 2 Jahren haben viele Kinder dieselben Lieblingsgerichte. Sie lieben Nudeln, Reis und Kartoffeln, verziehen jedoch das Gesicht, wenn man ihnen einen Teller voller Gemüse serviert. Und falls Sie versuchen, dem Kind ein völlig neues Lebensmittel schmackhaft zu machen, wird es systematisch abgelehnt. Man spricht auch von Lebensmittel-Neophobie, der Angst vor neuen Lebensmitteln. Je nach Kind mehr oder weniger stark ausgeprägt, verschwindet sie erst im Alter von 6 oder 7 Jahren. Die Lösung: Geduld und Gelassenheit.

Gute Essgewohnheiten

Wenn Ihr Kind nicht essen will: Zwingen Sie es nicht, aber bieten Sie ihm stattdessen auch nichts anderes an. Das ist beim ersten Mal sicherlich etwas schwierig, aber es wird schnell verstehen, dass es essen muss, was Sie ihm geben, damit ihm später nicht der Magen knurrt. Es gibt auch eine unerschöpfliche Trickkiste, aus der Sie sich bedienen können, hier ein paar Beispiele:

  • Ordnen Sie die Speisen auf seinem Teller originell an. Ein kleines Männchen aus Püree mit Karottenscheiben als Augen und einem Mund aus einer grünen Bohne wird mit Sicherheit Erfolg haben.
  • Nehmen Sie sich Zeit für die Mahlzeiten. Ihr Kind wird viel besser essen, wenn die Mahlzeiten ruhig und mit der ganzen Familie stattfinden und es nicht von der Umgebung oder dem Fernseher abgelenkt wird.

Die gesunde Ernährung ab dem 2. Lebensjahr

Ab dem Alter von 2 Jahren nimmt ein Kind vier regelmässige Mahlzeiten ein und isst fast genauso wie die Grossen. Setzen Sie es neben sich in einen Hochstuhl an den Tisch. Es wird genau beobachten, wie Sie viele neue Lebensmittel essen und nur eines wollen: Es Ihnen gleichtun. Seien Sie ihm Vorbild: Wählen Sie gesunde Nahrungsmittel, z. B. Gemüse und angemessene Portionen. Auf diese Weise entwickelt Ihr Kind gesunde Essgewohnheiten.