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Die Vorzüge des Stillens

Vollumfängliches Wohlbefinden

Ob für seine Gesundheit, sein Immunsystem oder seine emotionale Ausgeglichenheit – für Ihr Baby ist das Stillen eine unerschöpfliche Quelle von Vorzügen, die ihm einen guten Start ins Leben geben.

Wenn Sie Ihr Baby stillen, profitieren auch Sie von den zahlreichen Vorteilen des Stillens, denn Sie werden sich nach der Geburt schneller erholen und Ihre vorige Figur schneller zurückerlangen.

Die Vorzüge des Stillens für Ihr Baby

Ab der Geburt entspricht Ihre Milch den Bedürfnissen Ihres Säuglings: Ein wunderbares Geschenk der Natur, das ihm hilft, zu wachsen!

Genau auf die Bedürfnisse abgestimmt

Die Zusammensetzung der Muttermilch passt sich im Laufe der Monate den Bedürfnissen Ihres Babys für seine Entwicklung an.

In den ersten Tagen ähnelt sie einer gelblich-orangefarbenen, dicken und sämigen Flüssigkeit. Diese wird Vormilch (Kolostrum) genannt. Es handelt sich um ein Konzentrat aus Eiweissen, Vitaminen, Mineralien und Antikörpern. Nach fünf Tagen wird sie flüssiger: Man spricht jetzt von der „Übergangsmilch“. Sie ist reich an Zuckern und Fetten.

Dank ihrer besonderen Eiweisszusammensetzung ist sie an das noch unausgereifte Verdauungssystem Ihres Babys angepasst. Sie ist also leicht verdaulich.

Die „reife Muttermilch“ wird ab dem 15. Tag produziert; sie verändert sich im Laufe der Monate und passt sich dem Wachstumsrhythmus Ihres Kindes an.

Für einen gesunden Start ins Leben

Es ist erwiesen: Kinder, die gestillt wurden, leiden seltener an bakteriellen Infektionen und klassischen Kinderkrankheiten wie Mittelohrentzündungen, Erkältungskrankheiten oder Magen-Darm-Infekten. Sie entwickeln ausserdem seltener Allergien.

Dieser Schutz spielt ausserdem eine langfristige Rolle. Studien* belegen, dass gestillte Babys einem geringeren Risiko ausgesetzt sind, später an Diabetes, Übergewicht, Allergien oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erkranken. Indem Sie Ihr Baby stillen, geben Sie ihm die besten Chancen mit auf den Weg!

*Breast-feeding: A Commentary by the ESPGHAN Committee on Nutrition, Journal of Pediatric Gastroenterology and Nutrition, 2009, ESPGHAN.

Das Geheimnis dieses Schutzes

Ihre Milch liefert Ihrem Baby die Antikörper, die es braucht und die es noch nicht selbst produzieren kann. Bis kurz nach dem 6. Monat schützen diese mütterlichen Antikörper Ihr Kind vor zahlreichen Krankheiten. Anschliessend beginnt sein Immunsystem, diese nach und nach selbst herzustellen.

Über Ihre Milch versorgen Sie Ihr Baby ausserdem mit guten Bakterien: Bifidobakterien und Milchsäurebakterien.

Entwicklung des Geschmackssinns

Mit dem Stillen Ihres Babys tragen Sie ausserdem zur Erweckung seiner Geschmacksnerven bei. Je nachdem, was Sie essen, verändert sich der Geschmack Ihrer Milch.

Essentielle Fettsäuren

Essentielle Fettsäuren können nicht vom Organismus Ihres Babys hergestellt werden. Sie werden über die Nahrung, die Sie zu sich nehmen, zugeführt.

Wie lang ist die ideale Stilldauer?

Die WHO* empfiehlt, das Baby bis zu seinem vollendeten sechsten Lebensmonat ausschliesslich zu stillen.

* Weltgesundheitsorganisation

Die Vorzüge des Stillens für die Mutter

Das Stillen ermöglicht eine schnellere Erholung von der Geburt und wirkt sich auch langfristig positiv auf die Gesundheit der Mutter aus. Somit trägt es insgesamt zum Wohlbefinden der Mutter bei.

Schnellere Erholung von der Geburt

Wenn Sie stillen, sondern Sie direkt nach der Geburt ein bestimmtes Hormon ab: Oxytocin. Es sorgt dafür, dass sich Ihre Gebärmutter zusammenzieht, während Sie stillen. So findet diese schneller zu ihrer ursprünglichen Grösse und Elastizität zurück. Die Rückbildung ist in der Regel nicht sehr schmerzhaft und dauert maximal nur drei bis vier Tage.

Wieder schlank werden

Ihr Organismus muss jetzt Milch produzieren. Ihr Energieverbrauch ist also sehr hoch und die in den vergangenen neun Monaten angelegten Reserven werden zunehmend beansprucht.

Stillen schützt vor bestimmten Krankheiten

Gewisse Studien* belegen, dass sich das langfristige Stillen (zwischen 6 und 12 Monaten) zudem positiv auf die Gesundheit der Mutter auswirkt. Es trägt zur Reduzierung des Risikos von Brust-, Eierstock- und Gebärmutterkrebs bei.

Oxytocin ermöglicht ausserdem eine bessere Remineralisierung der Knochen nach der Geburt. Sie haben also ein geringeres Risiko, nach der Menopause an Osteoporose zu erkranken. Eine von drei Frauen über 50 ist von dieser Krankheit betroffen.

* Breast-feeding: ESPGHAN Commitee on Nutrition, Journal of Pediatric Gastroenterology and Nutrition, 2009, ESPGHAN.

Stillen mit Gelassenheit

Oxytocin fördert Ihre Entspannung und Ihre Gelassenheit. Beim Stillen sondern Sie ausserdem Endorphine, die berühmten „Wohlfühlhormone“, ab.

Ein Vorteil für beide

Das erste Stillen: Ein Ereignis

Direkt nach der Geburt sind Sie und Ihr Baby bereit für das grosse Ereignis des ersten Stillens. Sein Saugreflex ist sofort vorhanden: Kaum liegt Ihr Baby an Ihrer Brust, beginnt es auch schon zu saugen.

Dank des Stillens erkennt Ihr Baby Sie mithilfe seines Geruchssinns sofort als seine Mutter. Ein Sekret, das von Ihrer Brustwarze abgesondert wird, hat nämlich denselben Geruch wie das Fruchtwasser, in dem Ihr Baby neun Monate herangewachsen ist.

Wichtig für das emotionale Gleichgewicht

Das Stillen trägt zum Aufbau der Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Baby bei. Im Laufe der Stillmahlzeiten bereichert sich Ihre Beziehung durch den Austausch vertrauter Blicke, zärtlicher Gesten und Lächeln.

Bei diesem Austausch erkennt Ihr Baby eine Verbindung zu Ihnen, die aus unerschütterlicher Liebe, Bewunderung und Zärtlichkeit besteht: All diese Elemente schenken Ihrem Baby absolutes Vertrauen und ein Gefühl der Sicherheit und werden ihm später dabei helfen, die Welt zu entdecken.

Prolaktin, das „Mutterhormon“

Prolaktin ist ein von der Hypophyse produziertes Hormon, das die Brustdrüsen stimuliert. Seine Produktion beschleunigt sich direkt nach der Geburt. Dieses Hormon ist dafür verantwortlich, dass die Produktion der Muttermilch sofort mit der Geburt einsetzt:

Solange Sie stillen, wird es als Reaktion auf das Saugen des Babys weiterhin in grossen Mengen produziert. Falls Sie nicht stillen, geht die produzierte Menge in den Wochen nach der Geburt wieder zurück.